Warum sind manche Menschen Fotogen und andere wiederum nicht? Obendrein tut sich eine weitere berechtigte Frage in diesem Kontext auf: Warum sehen manche Menschen auf Fotos toll aus, wenn Sie aber Lebensnah vor einem stehen dann doch nicht? Und schlussendlich: Wie kann es sein, dass es einige Exemplare sogar trotz gutem Aussehen auf Bildern nicht gut rüberkommen?
Diese Fragen sind interessant, aber auch kompliziert zu beantworten. Häufig spricht derjenige, der auf einem „schlechten" Foto abbgebildet ist, dass er nicht gut getroffen worden sei. Diese Aussage kann sich a) auf den Blickwinkel des Fotografen b) auf die Mimik und c) auf den Körper der Person beziehen, schlimmstenfalls spielen alle 3 Faktoren eine bedeutende Rolle.
Es verhält sich nun mal so, dass jeder Mensch in einer bestimmten Pose gut oder schlecht aussehen kann. Hier spricht man umgangssprachlich von der Schokoladenseite des fotografierten. Es existieren tatsächlich Gesichtspartien, die einen Vorteilhaft oder negativ darstellen können. So lassen sich einige Frauen und Männer lieber von der linken Gesichtshälfte als von der rechten fotografieren und umgekehrt. Dies liegt darin begründet, das einige Mimiken oder Gesichtszüge gerade durch diese Gesichtspartie zur Geltung kommt.

Zumindest nach subjektiver Meinung, die oft von der objektiven abweicht. Frontale Fotografien sind die gefürchtesten, was aufgrund der Symmetrien Lehre leicht erklärt und nachvollzogen werden kann: Die wenigsten Menschen weißen ein symmetrisches Gesicht auf, doch gerade diese Eigenschaft ist der Schlüssel, um selbst bei den unmöglichsten Fotos Fotogen zu sein.
Menschen wie Brad Pitt gelten bis heute als Schönheitsideal, nicht nur aufgrund des Körperbaus, sondern vor allem wegen des markanten und symmetrischen Gesichtes. Um überhaupt also eine bestimmte Wirkung auf einem Bild zu hinterlassen, spielen auch Wangenknochen eine Rolle, die bei obengenanntem Schauspieler sehr ausgeprägt sind. Männer die weichere Gesichtszüge haben, könnten möglicherweise auf Fotos nicht entsprechend überzeugen, obwohl diese als Attraktiv gelten. Bei Frauen verhält es sich genauso: Ausgeprägte Wangenknochen sind das A und O – Models hungern sich für ein einprägsames Gesicht ab. Allerdings: Wer nicht von Haus aus solche Wangenknochen hat, wird durch solche Zwangsmaßnahmen nicht wirklich hübsch, sondern eher ein Fall für das Kameraobjektiv.
Auch der Augenabstand spielt in dieser Hinsicht eine außerordentliche Rolle. Als Paradebeispiel wäre hier Yvonne Catterfeld zu nennen. Der Abstand der Augen ist bei dieser Frau ziemlich groß, weswegen Sie auf Bildern äußerst Fotogen erscheint. Wer sie allerdings bei ihren Auftritten oder gar hautnah erlebt hat, ist wegen ihrer optischen Erscheinung geteilter Meinung. Ein außergewöhnliches Paradoxon. Schlussfolgernd kann behauptet werden, dass nicht alles was auf Fotos hübsch aussieht, auch einen reelen Bezug haben kann/muss. Es kommt nicht selten vor, dass ein Date genau aus diesen Gründen scheitert. Der berühmt berüchtigte Satz: Aber er/sie sah auf den Fotos sooo toll aus, wird jeder schon einmal gehört haben.

Natürlich ist die Mimik des fotografierten ein relevanter Punkt, der nicht außer acht gelassen werden darf. Gerne sieht man jemanden auf Fotos lachen oder Lächeln. Immerhin besser als wenn jemand neutral, teilnahmslos oder böse auf den Bildern dreinblickt. Doch dies ist nicht immer der Fall. So sehen einige Menschen auf Fotos besser aus, auf denen sie nicht lachen. Der Grund hierfür ist, dass sich bestimmte Gesichtspartien unvorteilhaft beim Lachen verziehen können, mit denen gerade eine Positive Darstellung des Gesichtes möglich wäre. Noch schlechter: Anstatt makellose Zähne, erblickt der Betrachter des Fotos ungerade und farblich nicht perfekte Zähne. Ein weiterer Minuspunkt also.
Schlussendlich bleibt festzuhalten, dass auch Menschen die nicht gerade durch Mutter Natur gesegnet worden sind, mit bestimmten Techniken auch eine gute Figur auf Fotos machen können. Wie das funktioniert, wird in Teil II abgeklärt.